Warum Heißt Ostern eigentlich Ostern?

von Theresa Möke, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung, Evangelisches Dekanat Odenwald

Warum heißt Ostern eigentlich Ostern? Haben Sie sich das schonmal gefragt. Ich schon; ich bin dieser Frage bisher nur nie nachgegangen. Schon seltsam aber, dass das Fest der Auferstehung Jesu mit diesem komischen Begriff „Ostern“ oder im Englischen „Easter“ benannt ist. Nun, ich habe mir vorgenommen in diesem Kalenderbeitrag dieser Frage nachzuspüren. Warum also heißt Ostern eigentlich Ostern:

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Der erste Weg diese Frage etymologisch anzugehen, führt mich zum Duden. Darin heißt es zwar, dass nicht sicher geklärt ist, woher das Wort „Ostern“ stammt, aber viele Gründe dafürsprechen, dass es etwas mit dem mittelhochdeutschen „ōsteren“ oder althochdeutschen „ōstarün“ zu tun hat. Beides weist auf die Bezeichnung „Morgenröte“ und geht wohl zurück auf germanische Feste, die zu Ehren des Frühlings und der Morgenröte gefeiert wurden. Morgenröte also. Geht es Ihnen auch so, dass Sie dabei an tolle rötliche Farben, Licht und Weite denken müssen. Oder auch an Edvard Griegs „Peer Gynt“? Mir zumindest kommen da diese Eindrücke…

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Oder vielleicht an den Sonnenaufgang über dem schönen Heidelberg?

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Und geht es Ihnen auch so, dass Sie dabei das Gefühl haben, irgendwie aufzublühen? Diese innerliche, friedliche Frede empfinden, „einfach nur“ am Leben zu sein? Gleichzeitig diese Lebendigkeit in sich zu haben, raus gehen und Zukunft gestalten zu wollen? Mir geht es jedenfalls beim Erleben der Morgenröte so… Ein für mich auch sehr passendes Bild zu den Geschehnissen in Jerusalem vor 2000 Jahren. Wenn nämlich wo, wenn nicht dort in der Auferstehung Jesu bricht die Morgenröte für uns an. Müssen sich die Frauen, die damals das leere Grab und den Auferstandenen finden auch so gefühlt haben? Und das in dem Wissen, dass hier – mit Jesus Christus – die Morgenröte eines neuen Tages angebrochen ist. Vielleicht hatten sie ebenso wie ich das Gefühl, Zukunft gestalten zu wollen, das Licht und die Frühe des Morgens zu nutzen, raus zu gehen, Menschen zu begegnen und die Freude über die Hoffnung und Verheißung dieses neuen Tages zu teilen. Das nämlich ist auch die Morgenröte für mich: die Verheißung auf Zukunft im Lichte eines neuen Tages. Und mit dieser Freude möchte ich Ostern – mit dem in die Zukunft blickenden Osterhasen – dieses Jahr begehen und feiern. Voll Freude über das Licht eines neuen Tages. Dazu wünsche ich Ihnen von Herzen Gottes Segen!

P.S.: Wussten Sie eigentlich, dass Ostern nur im Englischen und Deutschen so bezeichnet wird?

So haben nämlich andere germanische Sprachen den Namen des Osterfestes aus dem kirchenlateinischen Wort „pascha“ entnommen. So heißt es beispielsweise im Französischen „Pâqües“, im Italienischen „Pasqüa“, im Schwedischen „påsk“ im Griechischen „Πάσχα“, im Niederländischen „Pasen“, im Isländischen „páskar“ und im Schwedischen „påsk“. Auch dahinter verbirgt sich eine spannende Geschichte, die das Osterfest durch die Jahrtausende begleitet. Diese Bezeichnungen stehen nämlich im Zusammenhang mit dem älteren jüdischen Passah- oder Pessachfest. Nicht nur daran werden die engen Beziehungen zwischen Judentum und Christentum deutlich. Begeben Sie sich doch gerade auch in diesem Jubiläumsjahr von „1700 Jahre Judentum in Deutschland“ mit mir auf Spurensuche jüdisch-christlicher Beziehungen. Die EKHN hat dabei zusammen mit dem Zentralrat der Juden spannende Plakate entworfen.

REZEPT FRÜHSTÜCKMUFFINS MIT EI

Was ihr für 12 Muffins braucht:

Teig:
 – 300 g Mehl
 – 1 TL Backpulver
 – 1 TL Salz
 – 0,5 TL Chili
 – 0,5 TL Pfeffer
 – 1 Ei
 – 40 g Sonnenblumenöl
 – 150 g Sahnejoghurt (10 %)

Füllung:
 – 1 kleine Zwiebel
 – 1 Knoblauchzehe
 – 1 EL Olivenöl
 – 100 g Baby Spinat (frisch)
 – 1 Pr. Salz
 – 0,25 TL Pfeffer
 – 1 Pr. Muskatnuss
 – 0,5 Bund Petersilie
 – 200 g Schafskäse
 – 12 Eier (Größe S)

Außerdem:
 – 12er Muffinblech
 – 12 Papierförmchen für Muffins

Zubereitungszeit: 30 Min
Backzeit: 21-25 Min

1. Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Muffinsblech mit den Papierförmchen auslegen.
2. Verrühre die trockenen Zutaten in einer Schüssel. Füge das Ei, das Sonnenblumenöl und den Sahnejoghurt hinzu und rühre den Teig kurz mit einem Kochlöffel oder den Knethaken durch. Knete den Teig anschließend mit den Händen einmal zusammen. Teile den Teig in 12 Portionen. Rolle dann jede Teigportion zu einem kleinen Fladen aus und drücke ihn in ein Papierförmchen. Ziehe dabei den Teig am Rand hoch, sodass er oben etwas übersteht.
3. Schneide die Zwiebel und die Knoblauchzehe in feine Würfel. Erhitze das Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze und brate die Würfel darin etwa 4-5 Minuten glasig an. Füge den Spinat hinzu und dünste ihn so lange, bis er zusammengefallen ist. Würze die Masse anschließend mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Lasse die Masse kurz abkühlen.
4. Verteile nun etwa die Hälfte des Schafskäses gleichmäßig auf die 12 Muffins und streue etwas gehackte Petersilie darüber. Bedecke ihn anschließend gleichmäßig mit der Spinatfüllung. Trenne das Ei in Eigelb und Eiweiß – gib dabei das Eigelb auf den Muffin und fülle ihn mit dem Eiweiß auf. Achte darauf, dass er nicht überläuft. (Sollte Eiweiß übrig bleiben, kann man daraus Rührei machen.)
5. Streue zum Schluss noch den restlichen Schafskäse auf die Muffins und backe sie im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene für etwa 21-25 Minuten.
Tipp: Wenn das Eigelb noch etwas weicher sein soll, die Garzeit dementsprechend um etwa 2-3 Minuten kürzen.
Guten Appetit wünscht Talena!