Passionszeit, 2. Sonntag
Anleitung für ein Ostergärtchen

Bis Ostern ist es noch eine Wegstrecke. Um diese zu erspüren und zu gestalten, kannst Du Dir ein Ostergärtchen bauen.

Es gibt 4 Schritte: Du kannst sie an einem Tag am Stück erleben, oder auch auf 4 Tage verteilen.

Zu jeder Station gibt es ein Stück der Passions- und Oster-Geschichte nach der „Übersetzung in leichter Sprache“. Wer möchte, kann die Geschichten auch in seiner eigenen Bibel nachlesen oder aus der Kinderbibel nehmen. Dann schließen sich einige Fragen zum Nachdenken und Besprechen an und schließlich die Anleitung für den Bau des Ostergärtchens.

Materialien

  • Kistchen
  • Alte Tüte/ Folie
  • Erde
  • Steinchen/ Steine
  • Stöcken/ Bast/ Kordel
  • Blühende Blume
  • Samen: Kresse oder Weizenkörner

1. Station: Einzug nach Jerusalem/Passahfest

Einmal wollte Jesus in die große Hauptstadt gehen. Die große Hauptstadt heißt Jerusalem. Die Jünger gingen mit Jesus mit. Jesus sagte zu 2 Jüngern: Geht ein Stückchen vor. Da findet ihr einen Esel. Bringt den Esel zu mir. Vielleicht fragen einige Leute: Wer hat euch das erlaubt? Ihr könnt sagen: Jesus hat das erlaubt. Die Jünger holten den Esel für Jesus. Einige Leute fragten: Wer hat euch das erlaubt? Die Jünger sagten: Jesus hat das erlaubt. Wir bringen den Esel nachher wieder zurück. Da waren die Leute zufrieden.

Die Jünger brachten den Esel zu Jesus. Die Jünger legten einige Tücher auf den Esel. Jesus setzte sich auf den Esel. Jesus ritt auf dem Esel nach Jerusalem. Viele Leute kamen zu Jesus hingerannt. Die Leute freuten sich. Weil Jesus kommt. Einige Leute legten ihre Kleider auf die Straße. Andere Leute rissen Zweige von den Bäumen. Die Leute legten die Zweige auf die Straße. Die Straße sah aus wie ein Teppich. Die Leute riefen: Hosanna. Hosanna. Hosanna heißt: Hoch soll er leben. Viele Leute in der Hauptstadt dachten: Jesus ist ein König. Die Leute riefen: Hosanna, endlich kommt ein König für uns. Hosanna, endlich kriegen wir einen König. Markus 11,1-10
©www.evangeliuminleichtersprache.de

Jesus ist beliebt. Die Menschen haben große Hoffnungen an ihn: Jesus – könnte er der neue König sein? Als Jesus auf einem Esel nach Jerusalem reitet, wird er begrüßt und umjubelt wie ein König:

„Hosianna“. Viele Menschen breiten Palmwedel und Kleider als Teppich auf die Straße.
Am Abend feiert Jesus mit seinen Freunden das Passahfest.
– Magst Du es auch, mit anderen Menschen zusammen zu feiern?
– Wie fühlt es sich an, wenn man viele Freunde hat?

Lege ein Stück Folie in das Pflanzgefäß, damit es wasserdicht ist und befülle es dann mit Erde.

2. Station: Im Garten Gethsemane

Als das Fest-Mahl zu Ende war, ging Jesus mit den Jüngern nach draußen. Jesus sagte: Jetzt fängt ein schlimmer Abend an. Gleich lauft ihr alle weg. Einer von den Jüngern war Petrus. Petrus sagte: Ich bin mutig. Ich laufe ganz bestimmt nicht weg. Jesus sagte: Doch, Petrus. Du läufst auch weg. Du lügst heute Abend sogar. Du lügst heute Abend sogar 3-mal. Du sagst dann: Nein, ich kenne Jesus gar nicht. Ich habe Jesus noch nie gesehen. Jesus sagte: Heute Nacht hörst du einen Hahn krähen. Dann merkst du, dass ich Recht hatte. Petrus sagte: Nein, Jesus. Ich bin wohl mutig. Und tapfer. Ich kämpfe für dich. Die anderen Jünger sagten alles so ähnlich wie Petrus.

Das Gebet in Getsemani
Jesus sagte zu den Jüngern: Setzt euch einfach hier hin. Ich gehe etwas weiter. Ich möchte allein sein. Und beten. Petrus und Johannes und Jakobus gingen mit Jesus etwas weiter mit. Jesus bekam große Angst.

Jesus sagte zu Petrus und Johannes und Jakobus: Ich habe große Angst. Und ich bin unendlich traurig. Bleibt bei mir. Geht nicht weg. Jesus betete zu Gott. Jesus sagte: Gott, du bist mein Vater. Ich habe Angst. Ich möchte lieber nicht sterben. Aber alles soll so passieren, wie es richtig ist. Jesus guckte nach den Jüngern. Die Jünger schliefen alle. Jesus weckte Petrus. Jesus sagte: Petrus, warum schläfst du? Du wolltest doch mutig sein. Und bei mir bleiben. Aber du kannst noch nicht mal wach bleiben. Jesus begann wieder zu beten. Jesus betete wieder von der Angst. Und dass Gott alles gut machen soll. Mk 14,27-41
©www.evangeliuminleichtersprache.de

Jesus weiß, dass er den Weg gehen muss, der schwer und einsam vor ihm liegt.

Er wird von einem Freund verraten und von den anderen alleine gelassen.
– Wie geht es Euch, wenn etwas Neues, etwas Schweres vor euch liegt?
– Wie fühlt es sich an, wenn Freunde Dich alleine lassen?

Legt den steinigen Weg mit kleinen Steinchen auf die Erde.

3. Station: Jesu Kreuzigung

Die Verhandlung vor Pilatus
Jesus musste wieder zu einem Richter. Der Richter hieß Pilatus.
Pilatus fragte Jesus: Bist du ein König? Jesus sagte Ja. Pilatus stellte viele Fragen an Jesus. Aber Jesus gab keine Antwort mehr. Pilatus merkte, dass Jesus nichts Böses getan hatte. Pilatus wollte Jesus frei lassen. Aber die Leute schrien: Jesus soll am Kreuz sterben. Jesus soll am Kreuz sterben. Nach einer langen Zeit sagte Pilatus: Na gut. Jesus soll gekreuzigt werden.

Die Verspottung Jesu durch die Soldaten
Die Soldaten sollten Jesus ans Kreuz nageln. Vorher verspotteten die Soldaten Jesus. Die Soldaten zogen Jesus einen roten Mantel an. Und setzten Jesus eine Krone auf den Kopf. Die Krone war aus Dornen. Die Krone tat sehr weh. Die Soldaten gaben Jesus einen Königs-Stab. Jesus sah aus wie ein König.
Die Soldaten tobten und schrien: Hallo, König. Die Soldaten schlugen Jesus. Und spuckten Jesus an. Und verletzten ihn. Dann musste Jesus den roten Mantel wieder ausziehen. Die Soldaten schubsten Jesus. Jesus sollte dahin laufen, wo er gekreuzigt werden sollte. Jesus war nur noch schwach. Jesus konnte kaum noch laufen. Die Soldaten zogen Jesus alle Sachen aus. Die Soldaten zogen die guten Sachen von Jesus selber an. Dann nagelten die Soldaten Jesus an das Kreuz. Die Soldaten nagelten auch ein Schild an das Kreuz. Auf dem Schild stand geschrieben. Dies ist Jesus. Jesus ist ein König. Viele Leute guckten sich alles an. Auch die Religions-Gelehrten. Und die Religions-Politiker. Die Religions-Gelehrten und die Religions-Politiker und die Leute lachten Jesus aus. Sie riefen: Du kommst gar nicht von Gott. Weil Gott dir gar nicht hilft. Gott soll dich vom Kreuz retten. Du hast andere Leute gesund gemacht. Aber du kannst dir gar nicht selber helfen. Jetzt bist du am Kreuz. Steig doch runter vom Kreuz.

Der Tod Jesu
Mitten am hellen Mittag wurde es auf einmal dunkel. 3 Stunden lang war es stock-dunkel. Da rief Jesus laut: Mein Gott. Warum bist du von mir weggegangen? Ein Soldat gab Jesus etwas Essig zum Trinken. Jesus schrie noch einmal laut auf. Dann atmete Jesus noch einmal. Jesus hauchte den letzten Atem aus. Beim Kreuz von Jesus stand der Hauptmann von den Soldaten. Der Hauptmann sah, wie Jesus den letzten Atem hauchte. Der Hauptmann staunte. Der Hauptmann sagte: Jesus war doch der Sohn von Gott.
Bei dem Kreuz von Jesus standen einige Frauen. Zum Beispiel Maria. Die Mutter von Jesus. Und noch einige andere Frauen. Die Frauen sind die ganze Zeit tapfer bei Jesus geblieben. Mk 15, 1-41
©www.evangelium‐in‐leichter‐sprache.de

Jesus wird verspottet und gekreuzigt, eine grausame Strafe. Seine Freunde sind weggelaufen, denn sie haben Angst. Jesus fühlt sich sehr einsam und stirbt am Kreuz.

Binde aus zwei Stöcken ein Kreuz zusammen und stelle es an das Ende des Weges in die Ecke.

Auch wir sind manchmal traurig. Für alles, was uns traurig macht, kannst du jetzt einen Stein vor das Kreuz legen. Du kannst dir einen Stein suchen, der zu deiner Sorge passt. Ist es eine große Sorge, dann nimmst du einen großen Stein. Ist sie kleiner, dann wählst du dir einen kleineren Stein.

– Lege ihn unter das Kreuz und bringe so Deine Sorgen vor Gott.

4. Station: Auferstehung

Der Stein vom Grab ist weg. Und Jesus ist nicht mehr im Grab. Jesus war gestorben. Jesus lag im Grab. Vor dem Grab war ein dicker, schwerer Stein. Keiner konnte den Stein wegrollen. Drei Frauen gingen auf den Friedhof. Die Frauen wollten zum Grab von Jesus. Es war ganz früh am Morgen. Die Sonne ging gerade auf. Unterwegs redeten die Frauen über den dicken, schweren Stein. Und dass keiner den dicken, schweren Stein wegrollen kann. Aber als die Frauen beim Grab waren, war der dicke, schwere Stein weg. Die Frauen wunderten sich. Die Frauen guckten in das Grab. Im Grab saß ein junger Mann. Der junge Mann hatte ein weißes Gewand an. Die Frauen bekamen Angst. Die Frauen wussten nicht, was los war.
Der junge Mann beruhigte die Frauen. Der junge Mann sagte: Ihr braucht keine Angst zu haben. Ihr sucht Jesus. Jesus, der am Kreuz gestorben ist. Jesus war hier im Grab. Jetzt ist Jesus auferstanden. Jesus ist nicht hier. Geht los und sagt Petrus Bescheid. Und den anderen Freunden von Jesus. Sagt den Freunden: Jesus lebt! Das hat Jesus versprochen. Jesus hat versprochen, dass er immer bei uns lebt. Jesus ist schon vorgegangen. Jesus ist nach Galiläa gegangen. Ihr könnt Jesus in Galiläa treffen. Markus 16,1-7
©www.evangelium‐in‐leichter‐sprache.de

Gott ist stärker als der Tod und erweckt Jesus aus dem Tod. Das Leben beginnt wieder. Die Jünger erfahren es als Erste und erzählen es allen anderen weiter! Könnt ihr euch vorstellen, wie glücklich sie waren?!
Das feiern wir an Ostern! Ein fröhliches Fest!!

 

Der Ostergarten ist fast fertig! Nun dürft Ihr noch etwas Blühendes einpflanzen und Samen (Kresse oder Weizenkörner) auf die Erde legen – als Zeichen der Hoffnung!

Gießt und pflegt den Ostergarten und schaut, wann die ersten Samen sprießen!

Wenn Du mir ein Foto von Deinem Ostergärtchen schickst und Deine Adresse dazuschreibst, bekommst Du ein Tütchen Kresse geschenkt!
Herzliche Grüße, Renate Feick, Gemeindepädagogin Renate.Feick@ekhn.de